Mit 18 Jahren gab es für Franziska nur eine Richtung: weit weg. Getrieben von Fernweh führten sie ihre prägenden Jahre über Los Angeles, Sydney und Dubai bis nach London und Barcelona. Die Entscheidung für International Business Management war ihr Kompass zum Drang nach Freiheit. Und auch wenn BWL anfangs so trocken wie der alte Toast von Oma schien – am Ende wurden sie gute Freunde.
Während sie tagsüber die digitale Start-up-Welt mitgestaltete, fand das Wesentliche nachts am Küchentisch statt. Ihr künstlerischer Weg begann bereits im Kindergarten: Mit Zeitschriften aus Ost und West überwand sie collagierend den Eisernen Vorhang. Später, während ihres Studiums der Contemporary Art in Barcelona, absorbierte sie die kunsthistorische Tiefe, die das Fundament ihrer heutigen Werke bildet.
Heute ist ihre Arbeit ein fortwährendes Losgehen – eine Haltung, die durch 860 Kilometer auf dem Jakobsweg gefestigt wurde. Franziska ist überzeugt: Wahre Identität entsteht in den Zwischenräumen. Dort, wo man aufhört zu funktionieren und anfängt zu sein.
Als Gegengewicht zu unserer hochdigitalisierten Zeit setze ich bewusst auf analoge Kunst & Design. Jede Collage ist ein haptisches Erlebnis aus Papier, Zeitgeist und Intuition – sie sind handgefertigte Originale, die einen Dialog eröffnen. Sie brechen Sehgewohnheiten auf und regen an, hinter die Fassade zu blicken.
Franzi la Fraise verbindet ihre Expertise aus der globalen Business-Welt mit der Freiheit der analogen Kunst. Sie verwandelt komplexe Themen in greifbare Mixed-Media-Collagen und zeigt, dass wahre Klarheit entsteht, wenn man das Bestehende mutig auseinandernimmt.