Mixed Media · handgefertigte Unikate · Papierkunst

Jede Collage gleicht einem Erinnerungsritual. In meinen Arbeiten verflechten sich Lebensspuren, Menschen und Natur mit den Echos all jener Orte, die mich geprägt haben – von den USA bis nach Paris.

Alle Wege führen über die Erdbeere.
Juni. Das erste Lebensmittel in meinem Leben, in das ich gebissen habe. Wahrscheinlich kommt daher meine tiefe Liebe zu Erdbeeren. Diese Farbe, dieser Duft nach Frühsommer!
Jahre und etliche Viktualien später wurde dann „Fräulein Fraise“ mein Beiname. Wahrscheinlich wieder aus einer Junilaune heraus. Meine Zeit in Paris weckte meine bis dato unentdeckte Frankophilie. Die französische Sprache weckt bei mir ein bestimmtes Lebensgefühl von – ihr ahnt es schon – Sommer, Straßencafés und dem unverwechselbaren Geruch der Métro. Nun, so ist der Name und daraus das Logo entstanden.


In meinen Collagen spiegelt sich das Wesen weiblicher Lebenswege wider: Eine Komposition aus Verletzlichkeit und Widerstandskraft, aus Narben und Mut, aus Wendepunkten und Zweideutigkeiten. Papier, Zeit und Intuition erschaffen meinen Mikrokosmos, der die Stille zwischen den Worten zum Klingen bringt.

Wir umgeben uns mit Bildern, die Perfektion behaupten. Doch für mich liegt die eigentliche Qualität im Bruch, im Unfertigen. In meiner Arbeit mit analogen Collagen löse ich mich von glatten Oberflächen und dekonstruiere das Vorhandene. Erst in diesen Bruchstücken wird eine neue, unverfälschte Wahrheit sichtbar. Ich nutze den künstlerischen Prozess, um das Alltagsrauschen zu entwirren – und schaffe aus Fragmenten eine Klarheit und Stille, die in unserer beschleunigten Welt oft verloren geht.